10. März 2010
Stiftung
Denkmalschutz Berlin

Frankfurter Tor 1

10243 Berlin

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Die Geschichte

Zwischen 1926 und 1929 entstand in Moabit das Poststadion. Als Planer konnte der auf Sportplatzbauten spezialisierte Georg Demmler gewonnen werden. Demmler hatte 1906 bei den Olympischen Spielen in Athen die deutsche Mannschaft begleitet. Er kannte den Sport aus eigener Erfahrung und übertrug bei seinen Anlagen "Herz und Seele des Sportmannes in die Materie".

Das Poststadion bildet eine Gesamtanlage mit dem Stadion für 45.000 Zuschauer im Zentrum, das von Übungsplätzen für Fußball, Handball, Hockey und Gmynastik, einer Gymnastikhalle, einer Schwimm- und Ruderhalle, Tennisplätzen, einem Freibad und den erforderlichen Nebengebäuden umgeben war.

Die Platzweihe für das Stadion fand am 28. und 29. Mai statt und wurde mit Wettkämpfen und Wettspielen auf allen sportlichen Gebieten unter Beteiligung von Postsportvereinen aus dem gesamten Reich sowie mit einem Festprogramm mit Vorführungen aller Art wie zum Beispiel Konzert und einem Chor von 300 Kindern begangen.

Im Mai 1937 wurde der Balkon am Tribünengebäude zu einer geschlossenen Veranda umgebaut. 1944 beschädigten Brandbomben das Tribünengebäude stark. Das Dach wurde 1946/47 wieder instandgesetzt. Im Zuge weiterer Restaurierungen stutzte man die prägnante expressionistische Zickzacksilhouette der Tribünenfassade zu Gunsten eines geraden oberen Abschlusses.

Im Poststadion haben wichtige nationale und internationale Wettkämpfe stattgefunden, auch Boxkämpfe unter freiem Himmel. Am 7. Juli 1935 kämpfte Max Schmeling gegen Paolino Uzcudun. Nationale und internationale Wettkämpfe waren der Fußball-Städtekampf Berlin gegen Paris, hier spielten Mannschaften aus Montevideo, Bern und Prag. Brandenburgische Meisterschaften der Leichtathletik wurden abgehalten sowie das internationale Werbesportfest der Kampfgemeinschaft für die Rote Sporteinheit des Turn- und Sportvereins Fichte.

Ebenso fanden hier das Kreisturnfest des Arbeiter-Sportverbandes, die Deutschen Post-Meisterschaften und Universitätssportfeste statt. Im Poststadion kämpfte 1929 Sepp Herberger als Spieler von Tennis Borussia gegen Hertha BSC im Endspiel um die Berliner Meisterschaft. 1934 wurde das Endspiel um die Deutsche Fußballmeisterschaft vor 45.000 Zuschauern zwischen dem FC Schalke 04 und dem 1. FC Nürnberg ausgetragen.