18. Mai 2012
Kontakt:
Stiftung Denkmalschutz Berlin
Schoeler Schlösschen
Wilhelmsaue 126
10715 Berlin

Tel.: 030 / 42016780
Fax: 030 / 42016782

email: info@stiftung-denkmalschutz-berlin.de

Die Schäden - Das Arbeitszimmer des Kaisers

Der Wiederaufbau des Palais 1960-1962 hat das Innere des Hauses so gründlich verändert, dass der historische Zustand in der heutigen Raumeinteilung so gut wie nicht mehr erkennbar ist. Zudem veränderte man Fußboden- und Deckenhöhen.

Mit Hilfe historischer Fotos läßt sich der alte Zustand annähernd belegen. Nur in zwei Bereichen kann man heute noch eine historische Raumform erahnen. Einmal im Balkonzimmer zur Straße Unter den Linden im Obergeschoss, das aber historisch von geringerer Bedeutung ist als die Arbeitsräume des Kaisers, die Erdgeschoss linkerhand zum Opernplatz gelegen waren.

Im Arbeitszimmer vollzog sich am frühen Vormittag der streng geregelte Tagesablauf des Kaisers, beginnend ab 7 Uhr in der Frühe beim hier eingenommenen ersten Frühstück mit der Bearbeitung der eingegangenen Post, dem Tagesbericht seines "Pressereferenten", des "Vorlesers" Louis Schneider.

Bis in das private Arbeitszimmer vordringen durfte auch Reichskanzler Bismarck, um hier seinem Monarchen vorzutragen. Hier war auch neben dem Schreibtisch das "historische Eckfenster", an dem sich der Kaiser bei Anwesenheit in Berlin beim Erklingen der Marschmusik der aufziehenden Wache als einer seiner streng eingehaltenen Pflichtübungen den Berlinern und den Touristen zu zeigen pflegte.



Online Spenden
Online Spenden