Die Geschichte des Alten Palais
Das heute so genannte "Alte Palais" Unter den Linden Ecke Bebelplatz, dem alten Opernplatz, war Lebens- und Wirkungsort des Prinzen Wilhelm, der 1861 zum preußischen König und zum 1871 deutscher Kaiser gekrönt wurde. Wilhelm lebte mit seiner Gemahlin Augusta zeit seines Lebens in den Wintermonaten in diesem Palais.
In seinem Palais Unter den Linden starb Wilhelm I. im März 1888. Zwei Jahre später verschied hier auch die Kaiserin. Danach wurde es öffentlich zugängliche Erinnerungsstätte an den Kaiser der Reichseinigung von 1871.
In diesem Haus vollzog Wilhelm alle Staatsgeschäfte, die ihm aus der Verfassung des Deutschen Reiches zukamen. Hier hatte Reichskanzler Bismarck vorzutragen und hatten die Minister und die Generalität zu erscheinen.
Wilhelm beauftragte den in Breslau lebenden Architekten Karl Ferdinand Langhans, Sohn von Karl Gotthard Langhans, Erbauer des Brandenburger Tores. 1834 bis zur Fertigstellung der Innenausstattung 1837 dauerte die Bauzeit. Es entstand eine strenge Fassade mit zwei Hauptgeschossen, einer überdeckten Vorfahrt Unter den Linden und einer begrünten Pergola zum Opernplatz.
Im Zweiten Weltkrieg fiel das Haus 1943 mitsamt seiner Ausstattung Brandbomben zum Opfer. Nach 1945 der Humboldt-Universität zugeordnet, wurde es 1960-1962 als Institutsgebäude.
