Das Charlottenburger Tor
Die Geschichte
1899 war eine kleine Schrift des Charlottenburger Architekten Ludwig Hercher erschienen. Hercher befürwortete darin die schnurgerade Verlängerung der Charlottenburger Chaussee [heute: Straße des 17. Juni] in Richtung Westen: vom "Knie" an [heute: Ernst-Reuter-Platz], durch den Grunewald, bis zum Stößensee. Entstehen sollte seiner Meinung nach eine "der schönsten Straßen der Welt", die das Stadtzentrum der Reichshauptstadt - das Schloss des Kaisers, die Museen, die Oper und die Universität - mit der freien Natur verbinden würde. ...weiterlesen
Die dreißiger Jahre und ihre Folgen
Das Charlottenburger Tor behielt Albert Speer in seinen Planungen zur so genannten "Westachse" der "Welthauptstadt Germania" bei. Als Folge des erheblich angewachsenen Automobilverkehrs war zudem 1937-38 auch ein neuer Straßenquerschnitt erforderlich geworden. Die Torflügel und Kandelaber wurden abgetragen und dem verbreiterten Querschnitt der Verkehrstrasse angepasst wieder aufgebaut. In neuer Konstruktion und neuer Gestalt entstand lediglich die Brücke über den Landwehrkanal. ...weiterlesen
Die Restaurierung
Vor allem durch die frühere Hydrophobierung stürzten gegen 2003 Teile aus der Gebälkzone des Tores auf die Verkehrsflächen herab und gefährdeten die Öffentlichkeit. Der Eigentümer des Tores, der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, musste sich außerstande erklären, die dringend erforderliche Restaurierung zu finanzieren. An die Stelle des Bezirks trat somit die Stiftung Denkmalschutz Berlin, die seit Ende 2004 mit den Arbeiten am Tor begann. Die Grundlage für alle nachfolgenden Arbeitsschritte waren ein Bauaufmaß und eine Kartierung der Bauschäden. ...weiterlesen
Vertiefende Darstellungen zu Geschichte, Baugeschichte und Restaurierung des Charlottenburger Tores finden Sie in den Publikationen der Stiftung Denkmalschutz Berlin.
