11. März 2010
Stiftung
Denkmalschutz Berlin

Frankfurter Tor 1

10243 Berlin

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Die Restaurierung 2000 - 2002

1. Die Schäden aus der Statik des Bauwerkes

Eine Ursache ergab sich aus dem statischen System, mit dem Langhans das Tor mit seinen fünf Durchfahrten gesichert hatte: Langhans hatte durch mächtige schmiedeeiserne Zuganker einmal die Säulen mit den gemauerten Torwangen und andererseits die Säulen selber untereinander gesichert - damit aber immer nur zwei Punkte miteinander verbunden.

Seit dem 19. Jahrhundert waren die Fundamente der Durchfahrten infolge von Leitungsverlegungen geschädigt worden. Beim Wiederaufbau des Brandenburger Tores nach den Zerstörungen von 1945 waren die Decken der Torhäuser und der Fußgängerdurchgangshallen als durchgehende Betondecken ausgeführt und starr mit den Durchfahrten verbunden worden.

2. Die Behebung unsachgemäß durchgeführter Reparaturen der Nachkriegszeit

Im Endkampf um die Stadtmitte Berlins war mutmaßlich am 1. Mai 1945 wurde das Brandenburger Tor durch gezielten Beschuss in Mitleidenschaft gezogen. Eine Säule war auf der Tiergartenseite nahezu vollständig durchschossen und bereits in den Tagen unmittelbar nach der Kapitulation notdürftig repariert worden.

Die Wahrnehmung des Brandenburger Tores als Symbol von Teilung und Wiedervereinigung durch die Öffentlichkeit war ausschließlich durch den Zustand bestimmt worden, in den es durch die Restaurierung der Weimarer Republik und die Wiederherstellung nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg versetzt worden war.

Die von der Stiftung Denkmalschutz Berlin durchgeführte Restaurierung 2000-2002 folgte im Wesentlichen diesen Vorgaben aus der jüngeren deutschen Geschichte.