11. März 2010
Stiftung
Denkmalschutz Berlin

Frankfurter Tor 1

10243 Berlin

Tel.: 030 / 42016780
Fax: 030 / 42016782

Die Geschichte des Brandenburger Tores

Am 11. April 1788 teilte Minister von Woellner dem Gouvernement mit, dass das alte Brandenburger Tor auf königlichen Befehl durch einen Neubau zu ersetzen sei. Mit dem Entwurf hatte Friedrich Wilhelm II. Carl Gotthard Langhans beauftragt.

Die Abbrucharbeiten zur Herrichtung der Baustelle begannen bereits im Mai 1788. Die wesentlichen Arbeiten für den Neubau waren im August 1790 abgeschlossen, in diesem Monat wurde aber noch das Hauptgesims versetzt. Ganz unfeierlich fand seit dem 6. August 1791 die Passage durch das neue Tor statt.

Zu diesem Zeitpunkt vollendet war auf der Südseite das Torgebäude, das die Militärwache aufnahm. Aber noch blieb das Tor eingerüstet, denn die Quadriga fehlte und musste das Tor angestrichen werden. Erst am 13. September 1793 teilte Langhans nach dem im Juni erfolgten Aufsetzen der Quadriga über der mittleren Durchfahrt mit: "Die Gerüste [sind] weggenommen.

Inzwischen ist die mittelste Farth eröffnet worden." 1793 entstand das nördliche Torhaus für die Steuereinnehmer. Erst im Juli 1794 waren die beiden Figuren von Mars und Minerva in ihren Nischen versetzt worden. "Das Brandenburger Tor ward erst 1795 ganz beendet", teilte deshalb der Bildhauer Schadow in seinen Erinnerungen mit.

Eine schriftliche Quelle beschreibt eine "weisse, den Marmor nachahmende Farbe, die gegen das Baumgrün des Tiergartens so idealisch leuchtet" als ersten Anstrich von 1791.